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Pedagogical Key Concept and School Organization  - for English please scroll down!

Rahmenkonzept

Pädagogische Tagesschule Seldwyla

Montessori Kinderhaus

 

Pädagogische Kindertagesstätte und Kindergarten

mit musisch-kreativem Bildungsangebot

 

Ausgelegt nach den Richtlinien der Bildungsdirektion des Kantons Zürich (v. 1.12.1002) und der Stadt Zürich (Kita-Handbuch 2003) sowie den Bestimmungen und Empfehlungen des Schweizer Krippenverbands SKV

 

Standort    Betreuungsgrundsätze    Projektleitung    Perspektiven     Zielgruppe    Betreuuungsplätze

Betreuungsangebot    Essen    Öffnungszeit    Trägerschaft    Personal    Elternarbeit

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1. Ausgangslage

Der Bedarf an Krippen und Kindertagesstätten im Grossraum Zürich hält weiterhin an, umso mehr an Einrichtungen, die über pädagogisch-psychologische Betreuungsgrundsätze verfügen sowie Multikulturalität und Zwei- oder Mehrsprachigkeit im Rahmen eines Vorschulprogramms anbieten können. Ende 2006 gibt es in der Stadt Zürich ca. 4450 Krippenplätze. Der derzeitige Versorgungsgrad wird auf 34 % (der Kinder im Vorschulalter) geschätzt („Tages-Anzeiger“ vom 13.11.2006). 

2. Betreuungsgrundsätze

Viele Eltern wollen heute ihre Kinder nicht mehr einfach zur 'Betreuung' abgeben, sondern im Sinne eines persönlichkeitsstützenden pädagogischen Programms optimal fördern lassen. Diesem Wunsch kann entsprochen werden, wenn die Einrichtung über qualifiziertes Personal verfügt, das einem pädagogischen Konsens verpflichtet ist und das 'know-how' besitzt, Bindungskontinuität herzustellen, Lernbedarf zu erheben und zu befriedigen sowie Lernmaterialien sach- und kindgerecht einzusetzen, um sie in den Dienst der entwicklungsgerechten individuellen Förderung des Kindes zu stellen. Darüber hinaus muss das pädagogische Geschehen im Rahmen entwicklungspsychologischer Theoriemodelle und klinischer Einsichten reflektiert und objektiviert werden können. Inbesondere bedarf die Säuglings- und Kleinstkindbetreuung der bewussten pädagogischen Arbeit, um Bindungsstörungen vorzubeugen und Deprivationsschäden zu vermeiden. (Bowlby 1973/76; Mahler 1978)[1]

Zusätzlich zu den bekannten lernpädagogischen Methoden Dr. Maria Montessoris sollen im Kinderhaus Einsichten zur Anwendung kommen, die die zeitgenössische Entwicklungs- und Kreativitätspsychologie sowie Neuropsychologie und Lernforschung hervorgebracht haben. Kreativität wird von den Trägern als fundamentales Merkmal gerade des jungen Kindes erachtet, das sich die 'Welt' nur dann erfolgreich aneignen kann, wenn es sie subjektiv, d.h. durch optimalen Einsatz seiner kreativen Fantasie bewältigen kann. Förderung des subjektiv-kreativen Potenzials muss daher als entscheidender Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung auf dem Weg zur praktischen und emotionalen Unabhängigkeit gelten. Wissenschaftliche Grundlage ist hier die psychoanalytische Objektbeziehungstheorie (bes. Winnicott 2002; Noy 1990)[2].

Das Montessori Kinderhaus verpflichtet sich dieser Psychologie vor allem durch die Ermöglichung von Aktivitäten in allen Bereichen der Kunst und des Gestaltens vom herkömmlichen "Art & Craft"-Programm über Musik und Tanz zum Theater ("Drama for Children"). Zum Rahmen gehört dabei die jeweils sorgfältig vorbereitete Lernumgebung ebenso wie ein nach den Grundsätzen der künstlerischen Ästhetik und den Bedürfnissen der Kinder eingerichtetes Kinderhaus. Diese sollen sich in 'ihrer' Schule nicht nur wohl-, sondern auch zu Hause fühlen und auf jeden neuen 'Schultag' freuen können.

3. Projektleitung

Das Montessori Kinderhaus nimmt Mass an einem bei verschiedenen Projekteinsätzen in Asien erprobten und bewährten multikulturellen pädagogischen Modell sowie an Pädagogik und Organisationsform der EEC (Early Excellence Centers) in Grossbritannien und inzwischen auch in Deutschland. 12 Jahre Arbeit an einer Modellschule in München und fast 10 Jahre Entwicklungsarbeit in verantwortlicher Funktion an internationalen Vorschulen und Kindergärten sowie im Bereich ErzieherInnenausbildung in Asien (Japan, Laos, China, Hongkong) bilden das 'Erfahrungspaket', das die Leiterin Birgit Kehrer in die Einrichtung einbringt. Intensive Elternarbeit und -beratung gehören ebenso dazu wie die Entwicklung neuer Materialien und Ansätze im Bereich kreativer Vorschulerziehung.

4. Perspektiven

Die Eröffnung des Montessori Kinderhauses und der Primarstufe steht im Horizont des Ausbaus zur Sekundarschule im Sommer 2010. Konzipiert ist eine Schule, die nach Vorbildern in Holland, Deutschland, Österreich und den USA die Montessoripädagogik konsequent den Alters- und Klassenstufen anpasst und in geeignete organisatorische Modelle umsetzt. Die Lehrplanvorgaben des Kantons Zürich werden dabei zugrundegelegt und um internationale curriculare Vorgaben ergänzt, wie sie zur Erlangen des IB (International Baccalaureate) erfüllt werden müssen.

5. Zielgruppe

Zielgruppe der KITa sind Kinder ab 4 Monaten bis zum Schulantritt.

6. Betreuungsplätze

Die Schule bietet Raum für 3-4 altersgemischte Gruppen (3 Jahrgänge) in folgendem Modus: 2 Kindergartengruppen 3–6 und 1 Kleinstkindgruppe 0,3–3 Jahren.

7. Betreuungsangebot

Ganztagesbetreuung, Halbtagesbetreuung mit Mittagessen, Halbtagesbetreuung ohne Mittagessen.

8. Essen

Die Mahlzeiten werden von der Zürcher Stadtküche täglich frisch gekocht ins Haus geliefert.

9. Öffnungszeit

-         pro Tag: 7:30 – 17:30, täglich 10 Stunden, Montag bis Freitag

-         pro Jahr: 248 Tage

10. Trägerschaft

Trägerin ist die Montessori Zürichsee GmbH.

11. Personal

1 Leiterin sowie 3–5 KleinkinderzieherInnen, KindergärtnerInnen oder ErzieherInnen mit sozialpädagogischem Abschluss plus möglichst einer anerkannten Montessori-Ausbildung, vorzugsweise einem Diplom der „Association Montessori Internationale“ (AMI). PraktikantInnen, Auszubildende. Reinigungspersonal.

12. Elternarbeit

Erziehungsberatung, Elterngespräche, Elternabende,  workshops,  Diskussions-/Vortragsabende.

 

Key Concepts and Organization

Montessori Kinderhaus "Seldwyla"

1. Pedagogical Approach 

The Montessori concept is the foundation which the Kinderhaus is built on. The Kinderhaus is also incorporating some of the ideas of the Swiss teacher Johann Pestalozzi who can be regarded as the founder of modern teaching. Modern educators such as Emmi Pikler and Elfriede Hengstenberg are definitively sources for additional guidance and inspiration. The same can be said about the Kinderhaus projects of Rebecca and Mauricio Wild in Ecuador including their concept of non-directive education. To ensure the mental well-being of our students, we use modern Psychology and Psychoanalysis as prescribed by Jean Piaget, Anna Freud, Erik H. Erikson, John Bowlby, Heinz Kohut, Donald W. Winnicott and others. All of them, along with contemporary researches, have a major influence on our interpretation of Montessori Philosophy and the way we understand the needs and development of the child.

It is important to understand that the main focus of the Kinderhaus is to create an environment in which children can prosper physically, mentally, and emotionally. To reach this goal children need to play, explore, learn, and receive a maximum of personal attention and loving guidance. Only then will children reach their highest possible potential and be truly empowered to be independent, joyful, life long learners who will have a firm grip of reality and life. To develop the child’s personality fully, we put a strong emphasis on creative activities such as artistic expression through painting, music, dance and theater. The director and founder of the Kinderhaus developed a special theatrical experience to further foster the personality growth in children which has been published. The Kinderhaus is well aware of its critical importance in the child’s mental and emotional development and the future implication this preschool/kindergarten experience has on the child’s attitude towards learning. Hence it is of the essence that the Kinderhaus engages in an ongoing process of evaluation and improvement, as well as to custom-tailor the education of each child.          

The Montessori Kinderhaus uses different well-tested methods which have been developed and used in a multicultural setting in Asia. The Principal of the school gained her experience while working for twelve years at a model school in Munich, as well as almost ten years in leadership positions in international pre-schools and kindergartens in Asia. To round things up, she was also involved in the education of kindergarten teachers in Japan, Laos,China, and Hong Kong. The Principal believes that working with parents is just as much a part of the education programs as is developing new materials while finding new ways to address children appropriately.  

2. Target Group

 Parents can enroll their child in pre-Kindergarten at the age of four months, or in the Kindergarten if the child is old enough. 

3. Structure 

The Kinderhaus offers room for 3-4 groups. The age of the children in these groups may vary (up to three different generations in one group). These groups are organized as follows:   2 kindergarten groups age 3-6, and one pre-kindergarten/preschool group ages 4 months to 3 years.

 4. Care Plans 

There are various options:

  • All day with lunch
  • Half day with lunch
  • Half day without lunch
  • Particular days (1-5)

 5. Food 

All meals are nutritious and freshly cooked by the central kitchen of the City of Zurich.

 6. Opening hours 

  • Ten hours per workday: 7.30 a.m. to 5.30 p.m.
  • 248 days (winter break around New Year )

 

7. Ownership 

Owner and proprietor is the Montessori Zürichsee GmbH.

 


 

[1]Bowlby, John (1973): Mütterliche Zuwendung und geistige Gesundheit. München (Kindler).

          Ders. (1976): Trennung. Psychische Schäden als Folgen der Trennung von Mutter und Kind. München (Kindler).

          Mahler, Margaret S. (1978): Die psychische Geburt des Menschen. Symbiose und Individuation. Frankfurt/M. (Fischer).

[2]Winnicott, Donald W. (2002): Vom Spiel zur Kreativität. Stuttgart (Klett-Cotta).

         Noy, Pinchas (1990): Form Creation in Art: An Ego Psychological Approach to Creativity [1979]. In: Feder, Stuart; Karmel, Richard L.;                Pollock, Georg H. (Ed.): Psychoanalytic Explorations in Music. First Series. Madison/Conn. (Intern. Univers. Press), S. 209–231.

 


Copyright (c) 2006 Montessori Zürichsee GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

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admin@montessori-zuerichsee.ch

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