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Betriebskonzept 

Pädagogische Tagesschule Seldwyla

 

Montessori Kinderhaus

Pädagogische Kindertagesstätte und Kindergarten

mit musisch-kreativem Bildungsangebot

 

Ausgelegt nach den Richtlinien der Bildungsdirektion des Kantons Zürich (v. 1.12.1002) und der Stadt Zürich (Kita-Handbuch 2003) sowie den Bestimmungen und Empfehlungen des Schweizer Krippenverbands SKV

 

Träger: Montessori Zürichsee GmbH

 

Inhalt

1. Sinn, Zweck und pädagogisches Profil

2. Sozialpädagogische Grundsätze

3. Curriculare Ziele

4. Grundsätze für das pädagogische Handeln

5. Pädagogische Organisation

 

Bitte hier herunterladen als PDF-file

1. Sinn, Zweck und pädagogisches Profil der Einrichtung

(a) Das Montessori Kinderhaus "Seldwyla" ist einem weltweit erprobten und seit 100 Jahren erfolgreichen pädagogischen Konzept verpflichtet, das hohe Ansprüche an das Personal (z.B. durch das Erfordernis einer Zusatzausbildung) und an die Schule (z.B. durch aufwendige Materialausstattung und Raumästhetik) stellt: die Montessori-Pädagogik.

Die reformpädagogische Innovation von Dr. Maria Montessori (1870-1952) stellt nicht nur die individuellen emotionalen Belange des Kindes in den Vordergrund, sondern bietet auch ein durchstrukturiertes curriculares Konzept, das die enormen Lernkapazitäten der Kinder vor allem im Vorschulalter konsequent berücksichtigt und ihnen bedarfsgerecht zuarbeitet.

Darüber hinaus hat diese Pädagogik den kindlichen Drang nach Selbständigkeit als lernmotivationalen Antrieb entdeckt und ist stets darauf bedacht, nicht nur selbständiges (autodidaktisches) Lernen durch geeignete Material- und Methodenhilfen sowie umsichtigen ErzieherInnen-Input zu ermöglichen, sondern auch den verantwortlichen und methodischen Umgang mit Lernhilfen und -umgebungen zu schulen.

Montessori-Pädagogik wird heute in vielfacher Form weltweit angewandt. Das Prinzip der selbstmotivierten ‚Freiarbeit’ ist in aller Munde, wobei dieses Prinzip ohne das der materialgetragenen Strukturhilfe und der fachmännisch betreuten Lernumgebung nicht zu verwirklichen ist.

Wenn heute etwas reduktionistisch vom ‚Lerner’ die Rede ist, dann wird vor allem auf die Voraussetzungen erfolgreichen Lernens abgehoben, zu denen neben individuell angepassten Fördermassnahmen mehr und mehr auch Lerntechniken und die autodidaktische Lernregie in den Blick geraten sind. Dr. Montessori war unter den ersten, die Lernen ‚holistisch’ (ganzheitlich) definierten und z.B. die entwicklungspsychologische Rolle der sensorischen Erfahrungen im Lernprozess von Vorschulkindern berücksichtigten. Dass kognitives durch sensorisches Lernen konsequent vorbereitet werden muss, ist z.B. eine der Haupterrungenschaften ihrer „Methode“.

Doch geht es bei der Montessori-Pädagogik nicht nur ums Lernen im engeren Sinn, sondern auch und wesentlich um das Reifen der Persönlichkeit des Kindes, wie es durch bewusst herbeigeführte positive sozioemotionale Erfahrungen begünstigt wird. Die Würde des Kindes, so könnte man die Menschenrechtsformulierung paraphrasieren, ist unantastbar. So ist allen, die in einer Montessorischule wirken wirken, aufgetragen, ihr Möglichstes zu tun, um die Selbstwertschätzung des Kindes zu fördern und damit nicht nur sein Verlangen nach Spiegelung zu befriedigen, sondern auch die Grundlagen für die Wertschätzung anderer und ein friedliches Sozialverhalten zu schaffen. Nur ein willkommenes Kind heisst andere willkommen. Nur ein gefestigtes Selbst erlebt das  Zusammensein mit anderen nicht als Durchsetzungskampf. Die Wärme, die Kindern entgegengebracht wird, bestimmt ihr Verhalten zu anderen. Rebecca Wild (1998) hat die wichtigsten Prinzipien einer nicht-direktiven "Erziehung zum Sein" in ihrem gleichnamigen Buch festgehalten. Die reichen Erfahrungen aus dem "Pesta"-Projekt in Ecuador sollte sich heute jede Montessorieinrichtung zunutze machen.

(b) Das Montessori Kinderhaus setzt darüber hinaus aber einen weiteren Akzent, der es erlaubt, das pädagogische Konzept auf die (allerdings im Grunde tautologische) Formel „Montessori plus Kunst“ zu setzen. Nicht allein der an einen Titel des Zürcher Autors Gottfried Keller (1819-1890) erinnernde Name "Seldwyla" verpflichtet dazu. Kunst wird darüber hinaus im Sinne zeitgenössischer psychologischer und psychoanalytischer Erkenntnisse als ein Medium der Selbst- und Welterfahrung aufgefasst, das entscheidend zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen kann. Zurückzuführen ist dies auf die Tatsache, dass das kreative Kind seine Umwelt wesentlich ‚realistischer’ bewältigen und bewerten lernt als ein Kind, dass nicht die Möglichkeit hat, dem Andrang der äusseren seine innere Welt entgegenzustellen. Das kreativ spielende und gestaltende Kind schafft sich einen Zwischenraum – die Objektbeziehungspsychologie spricht von einem „Übergangsraum“ (Winnicott 2002) -, der für eine gesunde emotionale und kognitive Reifung sowie für sein Weltverhältnis unabdingbar ist.

In diesem Sinne entspricht das pädagogische Konzept der Schule nicht nur den Erkenntnissen moderner Entwicklungs- und Kognitionspsychologie, sondern generell dem Drang des Kindes zur fantasievollen Gestalt und Gestaltung, zur ‚Verzauberung’ der Welt.

Ob produktiv oder rezeptiv: die Spielarten der Fantasie sind ein notwendiger Teil der kindlichen Welt, und die Schule hat dies durch ein reichhaltiges Angebot in allen Bereichen des kreativen Tuns zu berücksichtigen. Die Palette reicht hierbei von Rhythmik/Tanz/Musik über Theater und Rollenspiel bis hin zu den reichhaltigen Möglichkeiten eines gut ausgestatteten Kinderkünstlerateliers. Regelmässige Ausstellungen und Vorführungen geben den Kindern die Möglichkeit, ihre produktive Seite nach aussen darzustellen und die Würdigung durch andere zu erfahren. 

(c) Eine vierte wesentliche Komponente der ‚Philosophie’ der Schule sind die von Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg ausgearbeiteten und erprobten Prinzipien der Säuglings- und Kleinstkindpädagogik, die im Wesentlichen eine Verlängerung des Montessorigedankens darstellen (Pikler 2001; Hengstenberg 2002). Hierbei geht es vor allem um geeignete Hilfestellungen zur sensorischen und motorischen Entwicklung, die auf dem Prinzip des selbstmotivierten Lernens durch materiale Herausforderungen basieren. Die Schule erachtet einen Grossteil der Pikler- und Hengstenberg-Materialien für sinnvoll und schafft in ihren Innen- und Aussenräumen eine sensomotorisch lernintensive, motivational ’aufregende’ Umgebung auch für die Jüngsten.

„Die Welt erschliesst sich dem Kind über Bewegung, Schritt für Schritt ergreift es von ihr Besitz. Mit Hilfe von körperlichen und Sinneserfahrungen bildet es Begriffe; im Handeln lernt es Ursachen und Wirkungszusammenhänge kennen und begreifen.“ (Zimmer 1989, S. 16)

Im Zusammenhang mit der Bedeutung, welche die Bewegung für die kindliche Entwicklung hat, denkt man zunächst oft an körperlich-motorische Ziele. Zu nennen wären da beispielsweise die Stärkung der Muskelkraft und das daraus resultierende Fernbleiben von Haltungsschäden, die Verbesserung der Koordination oder auch die Anregung des Herz-Kreislauf-Systems. All diese Funktionen stellen eine sehr wichtige Seite der Bewegung dar, denn sie dienen der Gesunderhaltung.

Sehr wesentlich ist die Bewegung jedoch ausserdem für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Denn das Kind erfährt einerseits durch und in Bewegung sowohl seinen Körper als auch sich selbst und nimmt andererseits über Bewegung Kontakt zu seiner Umwelt auf. „Durch und in Bewegung erprobt das Kind seinen Körper; es lernt, mit ihm umzugehen, ihn einzuschätzen, seine Signale zu beachten. Aus Raum-, Zeit- und Bewegungserfahrungen baut es sich ein schematisches Bild vom eigenen Körper auf. [...] Einen Körper zu haben und zugleich sein Körper zu sein, stellt eine wichtige Erfahrung auch für die Entwicklung der kindlichen Identität dar. Der Aufbau des „Selbst“, des Vertrauens in die eigene Person und das Bild, das man sich über sich selber macht, ist beim Kind im Wesentlichen geprägt von den Körpererfahrungen, die es in den ersten Lebensjahren macht.“ (Zimmer 1989, S. 17f.)

In diesem Zusammenhang ist es entscheidend, dass Kinder ihre Bewegungserfahrungen selbsttätig machen. Das bedeutet, sie brauchen nicht nur zahlreiche Gelegenheiten, beispielsweise die Gesetze der Schwerkraft, des Hebels, der Balance, etc. zu erforschen und am eigenen Körper zu erfahren, sondern es ist wesentlich, dass sie selbst gewählten Aufgaben folgen, selbst gesteckte Ziele zu erreichen versuchen, frei mit ihrem Körper experimentieren können, dabei eigene Grenzen erfahren, Fehler machen und aus ihnen lernen. „Wir alle kennen diese ursprünglichen Regungen der Kinder, die immer wieder darauf hinauslaufen, allein probieren zu wollen. Wir sollten nur noch mehr darum wissen, dass diese unermüdliche Überwindung von Widerständen aus eigener Initiative dem Kind jene Spannkraft verleiht, die wir ihm zu erhalten wünschen, und dass die Freude an der Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten darauf beruht, dass es selbständig beobachten, forschen, probieren und überwinden durfte.“ (Hengstenberg 2002, S. 15)

Die Wichtigkeit der Förderung einer ungehinderten und freien Bewegungsentfaltung für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes wurde unabhängig voneinander auch von weiteren bedeutenden Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts erkannt, wie beispielsweise Jean Piaget und Moshé Feldenkrais, und deckt sich mit modernen bewegungsphysiologischen und -psychologischen Erkenntnissen. Jean Piaget hat in diesem Zusammenhang einen weiteren wichtigen Aspekt der Bewegung beschrieben, nämlich ihre Bedeutung für die Intelligenzentwicklung des Kindes. Seiner Ansicht nach ist Bewegung Grundlage für abstraktes Denken: „Die Strukturen der Intelligenz können nur durch konkrete Aktivität gebildet werden, und zwar unter Einbeziehung aller Sinne und grösstmöglicher Bewegungsfreiheit.“ (Piaget 1969)

Insgesamt betrachtet muss also der Bewegung und insbesondere der freien Bewegungsentfaltung ein hoher Stellenwert eingeräumt werden. Dies bedeutet einerseits, den Kindern jederzeit die Möglichkeit zu geben, ihrem Drang nach Bewegung nachzugehen, – stundenlanges Stillsitzen schliesst sich hiermit aus – und andererseits, ihre Eigenständigkeit im Erfahren und Üben von Bewegungen zu unterstützen.

 (d) Im Hinblick auf die Säuglings- und Kleinstkindbetreuung erachtet die Schule die Vermeidung von Deprivations- und Entwicklungsschäden für ihr oberstes Ziel. Sie orientiert sich dabei an den bekannten Theorien und der Klinik der psychoanalytischen Bindungspsychologie sowie den Ergebnissen der Resilienzforschung (Bowlby 1973/76; Mahler 1978; Spangler/Zimmermann 2002; Cicchetti/Luthar 2003). Das Ziel ist die optimale sozioemotionale Förderung des Säuglings und der Kleinstkinder. 

(e) Von allen fünf Pfeilern ihrer Pädagogik: Montessori-Methode, "Erziehung zum Sein", Kreativitätsförderung, sensomotorische Förderung und sozioemotionale Integration verspricht sich die Einrichtung eine entwicklungsfördernde, harmonisierende und ggf. auch therapeutische Wirkung auf die kindliche Seele. Die Lebensumgebung und Sozialisierung der Kinder ist heute von multimedialer Technologiepräsenz und entsprechenden Rezeptionsgewohnheiten gekennzeichnet. Ein Kind, das nicht durch ausgiebige kreative Selbsterfahrungen und entsprechende emotionale Unterstützung ein starkes Selbstgefühl entwickeln kann, ist diesem medialen Einfluss schutzlos ausgeliefert und entsprechend anfällig für Verhaltensstörungen und Psychopathologien.

Es ist kein Geheimnis, dass die Anzahl der verhaltensauffälligen, emotional untersättigten und lerngestörten Kinder im Zuge der institutionellen Betreuungssituation vom frühsten Kindesalter an angewachsen ist, wobei die veränderte Umweltsituation insgesamt bestimmte Phänomene verstärken kann. Die Schule kann auf diese Problematik nicht ohne Antwort bleiben und Kinder und Eltern damit alleine lassen.

Das Montessori Kinderhaus wird gerade auch im Eltern-Lehrer-Kind-Programm, z.B. in künstlerisch orientierten gemeinsamen workshops, die Notwendigkeit, aber auch die praktische Handhabung von Beschäftigungen im Kreativbereich anregen. Informationsveranstaltungen (z.B. Vorträge von Lernpsychologen, Therapeuten und Pädagogen) sollen dieses Programm ergänzen.

 (f) Künstlerische Betätigung hat aber nicht nur einen pädagogischen Zweck, sondern bedeutet auch ein Hineinwachsen in wertvolle Kulturtechniken und Traditionen und hilft bei der Entwicklung sowohl eines späteren Freizeitprofils als auch der einer aktiv-kultivierten Zeitgenossenschaft. Nicht zuletzt sind kreativ geschulte Menschen in allen Bereichen der Wirtschaft und Wissenschaft heute mehr denn je gefragt. Heutige Gesellschaft und Umwelt verlangen laufend nach innovativer Veränderung, die auf neue Problemstellungen flexibel antwortet. Ohne den Typus des findigen Lern- und Problemlösungsstrategen werden die Forschungsbelange der Zukunft in den Bereichen Technologie, Wirtschaft und Wissenschaft nicht zu befriedigen sein.

 (g) Die Bevölkerung der Schweiz hat sich in den letzten Jahrzehnten durch eine konsequente Umweltpolitik hervorgetan und damit eine weltweite Vorbildfunktion übernommen. In diesem Engagement drückt sich die Sorge um die Zukunft und damit die Verantwortung für die künftige Lebensumwelt der Kinder aus. Das Kinderhaus der Montessori Zürichsee GmbH will auf pädagogischem Gebiet zur Gestaltung der Lebensumwelt der Schweiz beitragen und dem regionalen wie globalen Verantwortungssinn durch ein reflektiertes humanistisches Modell zuarbeiten. Das Bedürfnis nach pädagogischer Qualität ist gerade in den urbanen Räumen westlicher Ballungszentren parallel zum Bildungsniveau gestiegen. So ist auch im Raum Zürich mit einer Klientel zu rechnen, die ein anspruchsvolles erzieherisches Niveau zu schätzen weiss.

 (h) Mehr und mehr entwickelt sich gerade der Grossraum Zürich zu einer internationalen und interkulturellen Agglomeration. Die Bevölkerung antwortet auf diese demographische Situation mit einer erhöhten Nachfrage nach zweisprachigen KITa-Plätzen, die durch die schulgesetzliche Festschreibung des grundständigen Englischunterrichts im Volksschullehrplan des Kantons Zürich am 20. 10. 2006 noch verstärkt wird. Ihr möchte die pädagogische Tagesschule entsprechen.

(i) Die Pädagogische Tagesschule vertritt ein Konzept der Zweisprachigkeit. Es ermöglicht den Schweizer Kindern den Erwerb des Englischen über ein konsequentes Immersionsprogramm, achtet aber gleichermassen auf die Vermittlung des Hochdeutschen, wobei die schweizerdeutsche Volksgutüberlieferung nicht zu kurz kommen darf. Englischsprachige Kinder erwerben entsprechend das Hochdeutsche, wobei auch sie gleichermassen in der Entwicklung ihrer Muttersprache und kulturellen Identität gefördert werden. Auch hier gilt der Grundsatz, dass eine gestärkte muttersprachliche Identität eine der Voraussetzungen für erfolgreiche Bi-oder Multilingualität ist.

(j) Pädagogische Umsetzung und Programm des Montessori Kinderhauses "Seldwyla" sollen auch eine Einladung an die im Grossraum Zürich ansässige, die „global community“ repräsentierende Bevölkerung sein, ihre Kinder einer Schule anzuvertrauen, deren Personal durch internationale Erfahrung und Qualifikation Interkulturalität zum bereichernden, lehrreichen und friedenstiftenden Ereignis werden lassen kann.

Die Selbstverständlichkeit der multikulturellen Coexistenz wird dabei ebenso gewürdigt wie die Unterschiede zwischen den Kulturen im Sinne eines wohldurchdachten „diversity management“.

 k) Die Schule achtet darauf, dass der pädagogische Raum frei von jedweden Formen der Religionsausübung bleibt. Wo sich gewisse kulturbedingte Traditionen nicht ganz ausschliessen lassen, wird der ursprünglich religiöse Inhalt ausgeklammert.

 

2. Sozialpädagogische Grundsätze

Die pädagogischen Grundsätze sind diejenigen der Montessori-Erziehung. Das Kind, seine Gesundheit, psychophysische Entwicklung und Lernbedürfnisse stehen im Mittelpunkt. Auf ihn ist das Schulgeschehen ausgerichtet, ihm tragen alle Handlungen und das ErzieherInnenverhalten Rechnung. Oberstes Ziel ist neben der persönlichkeitsstützenden emotionalen, kognitiven und sensomotorischen Förderung die Unabhängigkeit des Kindes und seine Befähigung zu methodischem, autodidaktischem Lernen. Die Schule ist sich darüber hinaus bewusst, dass entscheidende motivationale Weichenstellungen für die weiteren Bildungswege im Vorschulalter stattfinden, wo Lernverhalten geprägt und Lernlust entwickelt wird. Das pädagogische Geschehen muss im Sinne einer permanenten Qualitätsverbesserung ebenso reflektiert werden, wie Fördermassnahmen für das individuelle Kind jeweils zu beraten und masszuschneidern sind.

 

 3. Curriculare Ziele

Hier gilt das vielfach publizierte originäre Montessori-Curriculum für die Altersgruppe 3–6 (Kinderhaus), der Lehrplan für die Kindergartenstufe des Kantons Zürich (Ausgabe 2007) sowie der Lehrplan Primarstufe, der am Lehrplan für die Volksschule des Kantons Zürich (Ausgabe 2004) in vielem anlehnt, jedoch dezidiert musische Akzente setzt und kreatologische Konzeptgrundlagen besitzt. Jüngere Kinder werden im Sinne der inzwischen weltweit erprobten Montessori-„Toddler“-Programme und im Sinne der Pikler-Hengstenberg-Pädagogik betreut. Das entspricht auch den Vorstellungen im „Leitfaden für neue Betreuungsmodelle“ (Tschanen et al. 2006) der Stadt Zürich. Säuglinge und Kleinstkinder erfahren in einer entwicklungsfördernden, sozialintegrativen, kognitiv anregenden sowie psychisch stärkenden (bespiegelnden) Beziehungssituation besondere Betreuung, damit Deprivationen durch den Mutter- bzw. Elternentzug entgegengesteuert werden kann. Ergänzt wird das gesamte Vorschul- und Schulprogramm durch ein reichhaltiges Angebot im künstlerisch-kreativen (musischen) Förderbereich. Zur musikalischen Erziehung werden ggf. Instrumentallehrer von aussen hinzugezogen.

 

 4. Grundsätze für das pädagogische Handeln

In der Montessori-Erziehung geniesst das Kind die höchste Wertschätzung. Ziel ist die Stärkung des Selbst und die Befähigung des Kindes zur Unabhängigkeit. ErzieherInnen und Schule stehen im Dienst der kindlichen Entwicklung und sind sich bewusst, dass das Kind über einmalige individuelle Resourcen verfügt, die zu erkennen und zu fördern sind. Dabei ist Wertschätzung nicht nur eine Frage der grundsätzlichen Einstellung zum Kind, sondern muss in allen erzieherischen Handlungen zum Ausdruck kommen und sowohl vom Kind deutlich zu spüren sein als auch konkret im Sprachverhalten der Betreuer, ihrer verstärkenden Zuwendung sowie im natürlichen Respekt vor dem Kind äusserlich sichtbar und überprüfbar sein. Die Pädagogische Tagesschule z.B. auch angemessene ästhetische Kleidung für eine wichtige Respektbezeigung und schreibt deshalb einen sog. „dress code“ in den Personalverträgen fest, der der Beliebigkeit und Laxheit vorbeugen soll. Bestandteil der Personalverträge ist auch dieses Betriebskonzept, das somit zu den einzugehenden Vertragsbedingungen zählt.

Massregelnde Einschüchterungen, gar Drohung und Strafe, geschweige denn jede Form der verbalen und physischen Gewalt gegenüber dem Kind lehnt die Montessori-Pädagogik strikt ab. Verletzungen dieser Regel durch das pädagogische Personal werden umgehend geahndet, u. U. mit fristloser Kündigung. Auf soziale Verstösse in den Gruppen reagiert die Schule mit Augenmass, pädagogischer Reflexion und ggf. wohldurchdachten, mit den Eltern abgesprochenen therapeutischen Massnahmen. Auch Drills, Zwänge (z.B. zum Spielen, Schlafen, Arbeiten) sowie jedwede Art uniformer Gleichschaltung gehören nicht zum Repertoire der Schule. Insbesondere gelten in diesem Hause die üblichen Regeln für alle Beschäftigte in der vorschulischen und schulischen Montessori-Erziehung.

Da die Montessori-Pädagogik auf intensive Anregung und Förderung der Kinder setzt und hinter jedem Verhaltensproblem einen ursächlichen Grund vermutet, der am wenigsten dem Kind angelastet werden kann, werden Strafen generell als kontraproduktiv erachtet. Jedem Akt der Zerstörung z.B. liegt in der Regel eine Störung zugrunde, die psychologisch verstanden werden muss, wenn sich nachhaltig etwas ändern soll. Wenn ein Kind also z.B. Material zerstört oder ein anderes Kind schlägt oder beisst, wird nach den Ursachen der Aggression zu suchen sein, die oft nur im Gespräch mit den Eltern zu ermitteln sind. Dasselbe gilt für Lernschwierigkeiten, Störungen der Aufmerksamkeit (ADD), Hyperaktivität und andere Syndrome. Übersteigt das Problem die therapeutischen oder sozialintegrativen Möglichkeiten der Schule, muss das Kind in medizinische oder sozial- bzw. psychotherapeutische Hände gegeben werden. Bei entsprechender Indikation kann die Schule im Interesse des Kindes auf der sofortigen Beendigung des Betreuungsvertrags bestehen.

5.Pädagogische Organisation

5.1. Öffnungszeiten

Die Kindertagesstätte ist von Montag bis Freitag von 7:30 bis 17:30 geöffnet. Sie ist in den Betriebsferien geschlossen. Die Betriebsferien werden auf dem aktuellen Schulkalender ausgeschrieben.

5.2. Tagesablauf

Die Kinder werden zwischen 7:30 und 9:30 gebracht und von morgens an in ihren Gruppen betreut, wo sie im Rahmen einer vorbereiteten Umgebung geeignete Lern- und Spielmaterialien und andere altersgerechte Anregungen vorfinden. Ab 9 Uhr gibt es ein gleitendes Frühstück. Im zweiten Teil des Vormittags findet im Vorschulbereich die organisierte Gruppenarbeit statt. Je nach Wochentag stehen zusätzliche Aktivitäten im Bereich Rhythmik, Tanz, Singen, Musizieren (u.a. auf Orff-Instrumenten) und Körperausdruck auf dem Plan.

Den Abschluss des Vormittagsprogramms bilden zwei in ein thematisches Projekt eingebettete ‚Sitzkreise' (Englisch und Deutsch). Von 12 bis 13 Uhr ist Mittagspause. Die Kinder erhalten ein gesundes und altersgemässes Essen, täglich frisch bezogen von der Stadtküche Zürich. Danach ist Ruhezeit. Die Kinder schlafen entweder, beschäftigen sich still oder spielen im Garten. Der Nachmittag gehört kreativen Aktivitäten wie Werken, Theaterspielen, Tanz und Musik. Aber auch Ausflüge in den benachbarten Wald sind bei trockenem Wetter Teil des Programms. Um 16 Uhr erhalten die Kinder einen kleinen Imbiss. Zwischen 16:30 und 17:30 Uhr werden sie abgeholt.

5.3. Eingewöhnung

Die Eingewöhnung des Kindes ist ein besonders wichtiger Schritt. Sie erfolgt über einen Zeitraum von maximal 2 Wochen, in dem die Bleibedauer des Kindes sich in Stufen gestalten kann. Während der ersten Schulwoche werden die Kinder gestuft aufgenommen, um der Lehrkraft zu erlauben, sich neu aufgenommenen Kindern besonders zu widmen.

Erweist sich die Eingewöhnung des Kindes als problematisch, kann aus pädagogischen Gründen eine Zurückstellung angeraten werden. Dem Rat der Schulleitung muss in diesem Fall gefolgt werden. 

5.4. Gruppen- und Altersstruktur

Die Gruppen sind altersgemischt und setzen sich in der Regel aus Kindern dreier Jahrgänge zusammen. Eine Gruppe umfasst je nach Alter der Kinder 8–12 Plätze. In jeder Gruppe arbeiten 2 oder mehr BetreuerInnen. Die ErzieherInnen sprechen ihre eigene Muttersprache: Englisch oder Hochdeutsch. Ist es aus gruppendynamischen oder organisatorischen Gründen ratsam, können auch zwei Gruppen zusammengelegt werden, wobei die ErzieherInnen kooperieren.

Die KITa ist derzeit auf die Betreuung von max. 30-40 Kindern ausgelegt, davon werden die Säuglings-und Kleinstkindgruppen (0,3–3 Jahren) separat geführt. Die Schule folgt dem "Tandem-Modell", das die lehrreiche und sozial anregende Durchdringung der verschiedenen Jahrgänge in dieser Altersgruppe von 4 bis 36 Monaten ermöglicht.

Darüber hinaus ist dafür gesorgt, dass die verschiedenen Altersgruppen sich auch ausserhalb der Gruppenräume begegnen, z.B. beim informellen gegenseitigen „Besuch“, beim Essen oder beim Spielen im Garten oder bei gruppenübergreifenden Veranstaltungen.

 5.5. Betreuungsplätze

Das Kinderhaus bietet Raum für 3-4 altersgemischte Gruppen (3 Jahrgänge) im folgenden Modus: 2 Kindergartengruppen 3–6 und 1 bis 2 Kleinstkindgruppen 0,3–3 Jahren.

 5.6. Aufnahmebedingungen

Die Pädagogische Tagesschule betreut Kinder von 4 Monaten bis zum Abschluss der Primarstufe.

Mitentscheidend für die Aufnahme des Kindes müssen stets Erwägungen sein, ob die Schule dem kindlichen Bedarf personell und räumlich genügen kann. Im Übrigen aber entscheidet bei der Aufnahme der Anmeldezeitpunkt der Eltern und nicht zuletzt die pünktliche Zahlung der Schul- und Einschreibegelder. 

5.7. Kleidung, Esswaren, Körperpflege

Die Kinder sollen der Witterung entsprechende bequeme Kleidung tragen. Im Haus tragen sie geschlossene, fest ansitzende Hausschuhe. Eine Garnitur Ersatzkleider einschliesslich Unterwäsche bleibt in der Tagesstätte deponiert. Windeln werden vom Kinderhaus gestellt.

Die Kinder erhalten erhalten alles, was sie benötigen, im Kinderhaus, dazu zählen die Mahlzeiten, Zwischenmahlzeiten (Snacks) und frisches Obst. Die Kinder sollten nach Möglichkeit keine Esswaren, insbesondere keine Süssigkeiten mitbringen, es sei denn, es besteht eine pädagogische oder medizinische Indikation bzw. kulturbedingte Essensvorschriften, denen die Schule nicht entsprechen kann (z.B. koscheres Essen). 

Alle Kinder werden zur Einhaltung hygienischer Grundregeln angehalten, z.B. zum Zähneputzen und Händewaschen.

5.8. Krankheiten und Unfälle

Wenn ein Kind während der Betreuung erkrankt oder verunglückt, werden die Eltern benachrichtigt und gebeten, es möglichst umgehend abzuholen. In dringenden Fällen wird Erste Hilfe geleistet und ein Notarzt gerufen. Für eine medizinische Notversorgung vor Ort ist gesorgt. In jedem Klassenzimmer ist ein Notfallplan angebracht.

Kranke Kinder können generell nicht in die Kindertagesstätte oder Schule gebracht werden, ausser wenn es sich um leichte Erkältungen handelt. Im Zweifelsfall entscheidet die Leitung, ob ein Betreuungs- oder Ansteckungsrisiko vorliegt und das Kind häuslicher Pflege bedarf.

Bereits bekannte bzw. behandelte Krankheiten, Allergien oder Störungen (z.B. Verhaltensauffälligkeiten oder Lernstörungen) müssen der Schule bei der Einschreibung bekanntgegeben und durch entsprechende Unterlagen dokumentiert werden. Andernfalls kann die Aufnahme im Nachhinein umgehend widerrufen werden. Voraussetzung für die Aufnahme ist im Zweifelsfall die Gewährleistung der Sicherheit und Gesundheit des Kindes.

 5.9. Sicherheit

Für die Sicherheit der Kinder wurden Massnahmen getroffen wie Sicherheitsschlösser an den Fenstern, geschützte Steckdosen, Fallschutz bei Spielgeräten etc.  

5.10. Versicherung

Die Eltern benötigen eine Haftpflichtversicherung und sind für die Krankenversicherung des Kindes verantwortlich. Die KITa verfügt über eine Haftpflichtversicherung für die Kinder und Lehrkräfte.

 5.11. Platzreservierung

Die KITa muss sich auf Früheinschreibungen verlassen können. Soll ein Platz reserviert werden, wird die Einschreibegebühr und die 1. Monatsgebühr sofort fällig. Die Schule behält sich das Rücktrittsrecht vor, wenn zum Zeitpunkt der Aufnahme die Voraussetzungen für eine Aufnahme nicht erfüllt sind. Wird der Platz nicht angetreten, besteht in der Regel kein Anspruch auf Rückerstattung, es sei denn, die Aufnahme kommt aus schulorganisatorischen Gründen nicht zustande. 

5.12. Kündigung

Der Betreuungsplatz kann durch die Eltern oder durch die Kindertagesstätte mit einer Frist von drei Monaten auf Ende eines Kalendermonats schriftlich gekündigt werden. Wer z.B. sein Kind zum 30.6. abmelden will, muss dies bis spätestens 31.3. schriftlich gegenüber der Leitung bekunden.

 5.13. Tarife

Die Tarife sind einheitlich geregelt und gehen aus der Taxordnung der Schule hervor.

 5.14. Zahlungsregelungen

Die Kosten für den vereinbarten Betreuungsumfang sind monatlich im Voraus zu bezahlen. Eventuelle zusätzliche Tage werden im Nachhinein verrechnet. Viertel-, halb- oder ganzjährige Zahlungsmodalitäten sind willkommen. Nicht genutzte Betreuungsgelder werden zurückbezahlt, soweit die Kündigungsfrist eingehalten wurde (s. 5.12).

 5.15. Finanzen allgemein

Die Ausgaben des Kindertagesstättenbetriebes werden gedeckt durch die Einnahmen aus Taxen und Einschreibegeldern.

 5.16. Personelle Ausstattung und Qualifikation

Es gelten die aktuellen Richtlinien der Bildungsdirektion des Kantons Zürich über die Bewilligung von Kinderkrippen vom 1.12.2002 und die Massgaben des Schweizer Krippenverbandes SKV.

 5.17. Verträge und Lohnreglement

Die Verträge sind Schweizer Standardverträge. Die einschlägigen Gebühren- und Gehaltsempfehlungen (z.B. des SKV) werden beachtet.

Die Grundsätze für die Teamarbeit werden in den Verträgen festgeschrieben, ebenso der prinzipielle Erziehungskonsens.

 5.18. Arbeitskonflikte

Bei Arbeitskonflikten wird auf Schlichtungsmodelle der Mediationstheorie zurückgegriffen.

 5.19. Räume

Die Schule verfügt über die von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich und der Stadt Zürich verlangten Räumlichkeiten. Das Haus ist baupolizeilich abgenommen und genehmigt.

 5.20. Einrichtung und Materialien

Die Einrichtung der Räume erfolgt nach professionellen pädagogischen und ästhetischen Gesichtspunkten. Die Möbel erfüllen ergonomische, hygienische, praktische und pädagogische Voraussetzungen. Die Sicherheitsauflagen sind erfüllt. Das erforderliche pädagogische Material ist reichlich vorhanden. Aussenräume und -zonen sind mit entsprechendem Spielgerät ausgestattet, das zugleich die anatomische, muskuläre und koordinatorische Entwicklung der Kinder fördert.

5.21. Brandschutz

Den Brandschutzvorschriften ist genüge getan.

 5.22. Hygiene

Den nationalen und kantonalen gesetzlichen Hygienevorschriften wird entsprochen. Die gesetzlichen Anforderungen an die Hygiene werden regelmässig durch das Lebensmittelinspektorat überprüft.

 5.23. Fortbildung

Das Personal wird in regelmässigen Veranstaltungen intern geschult. Der Fortbildungsbedarf wird laufend erhoben und nach Möglichkeit vor Ort erfüllt.

 5.24. Qualitätskontrolle

Die KITa unterzieht sich fortwährender Selbstkontrolle und reflektiert das laufende Geschehen in periodischen Sitzungen intern und mit Eltern. Regelmässige Erhebungen spiegeln den Meinungsstand und die Bedarfswünsche der Eltern.

 5.25. Konzeptentwicklung

Auch dieses vorliegende Konzept unterliegt weiterer Entwicklung. Änderungen sind vorbehalten.


Hengstenberg, Elfriede (2002): Entfaltungen. Bilder und Schilderungen aus der Arbeit mit Kindern. Freiamt (Arbor).

Bowlby, John(1973): Mütterliche Zuwendung und geistige Gesundheit. München (Kindler).

Ders. (1976): Trennung. Psychische Schäden als Folgen der Trennung von Mutter und Kind. München (Kindler).

Cicchetti, Dante; Luthar, Suniya S. (Hg.) (2003): Resilience and Vulnerability: Adaptation in the Context of Childhood Adversities. Cambridge.University Press.

Mahler, Margaret S. (1978): Die psychische Geburt des Menschen. Symbiose und Individuation. Frankfurt/M. (Fischer).

Piaget, Jean (1969): Das Erwachen der Intelligenz. Stuttgart.

Pikler, Emmi (2001): Laßt mir Zeit. (Pflaum)

Spangler, Gottfried/Zimmermann, Peter (Hg.) (2002): Die Bindungstheorie. Grundlagen, Forschung und Anwendung. Stuttgart (Klett-Cotta).

Winnicott, Donald W. (2002): Vom Spiel zur Kreativität. Stuttgart (Klett-Cotta).

Zimmer, Renate (1989): Kreative Bewegungsspiele. Psychomotorische Förderung im Kindergarten. Freiburg/Brsg.



 

Key Concepts, Organization, Schedule

 

1. The pedagogical foundation to our approach   

In the Montessori system the child enjoys the highest respect and appreciation. The goal is to enable and empower the child to be independent. The school and educators are assisting means to the child’s development. Both are aware that every child possesses unique qualities and abilities. To find and develop these qualities/abilities is sole focus of both entities. Yet, to appreciate and respect a child are just the basic fundamentals necessary to grow a child to his/her fullest potential. It is therefore of the essence that all actions and dialogues are guided by respect and care towards the child. The child must be able to experience caring love by understanding that s/he is in a situation in which everything is dedicated to his/her growth and well-being. The unobtrusive way by which this understanding is transmitted must be a constant in the child’s life. The demeanour of the educator must reflect this maxim. It is, for instance, therefore a given that all employees are expected to dress in an appropriate manner.

All forms of verbal or physical violence are strictly prohibited. Threatening or aggressive behavior, as well as punishment violates the Montessori approach to pedagogic. Social misconduct by children will be met by well thought through responses which aim at the source of the misconduct.

The Montessori System does not endorse any form of forced activities, or functions, which aim at diminishing the child’s individual uniqueness (e.g.: playing, sleeping, working).  In the Montessori system the child has the opportunity to act on his/her own impulses instead. This is of course conformable to the basic Montessori rules as printed below.

Since the Montessori system is based on stimulating children while assuming that all behavioral problems have a source that is outside the sphere of the child’s control, punishment is not an option. All acts of violence, or misbehavior, must be understood as symptoms of a problem, which needs to be addressed on a psychological level. Only then can long lasting, positive changes occur.  It follows that if a child displays aggressive behavior towards its environment we must not punish the child but look for the reasons of such a behavior. The first step toward finding the reasons is to have a dialogue with the parents. The same approach is being followed when it comes to learning disabilities. If the child’s special needs exceed the schools therapeutic and integrative abilities other solutions to benefit the child have to be found. 

To continuously improve the quality of the education children receive at the Kinderhaus is a major focus of the organization. The principles of Total Quality Management are employed to obtain this goal, and the caregivers for babies and toddlers stay with their charges for a long time to ensure continuity.  

 

2. Pedagogical Organization

 2.1. Opening Hours

Monday to Friday from 7.30 a.m. to 5.30 p.m.

 2.2. Daily Schedule

Parents can drop off their children between 7.30 and 9:30 a.m.. Upon arrival, children are with their groups where they are exposed to activities that fit their personal composition. The caregivers have prepared activities that catch the child’s interest. The child also has access to all kinds of Montessori materials and art supplies to express her/himself as well as to develop all her/his skills even further. Starting at 9 a.m., the Kinderhaus gives children the opportunity to have breakfast.

During the second half of the morning, pre-school students are engaged in organized group work. Depending on the weekday, extra activities such as Rhythm, Dance, Singing, Music (Orff-Instruments will be facilitated) are offered.

The morning program  finds its conclusion in two rounds of 'circle time' which are held in English and German and contribute to ongoing projects in a methodically well prepared manner. Between noon and one o’clock children are served a nutritious meal, freshly cooked and delivered by the central kitchen of the City of Zurich. After lunch, they have the opportunity to rest or play. During the afternoon children are given the opportunity to discover their creativity through theater, dance, music or wood shop. Weather permitting, field trips to the adjacent woods are offered. At 4.00 p.m. a small snack is served. After that parents can pick up their child between 4.30 and 5.30 in the afternoon.

 2.3. Acclimatization

It is of the essence that children have the time necessary to get acquainted with their new environment. To ensure that they have the time they need to do so, the Kinderhaus allows for a special “warming up” phase. This phase can last for up to two weeks.

 

Ihrer Internationalität wegen werden die wichtigsten Grundregeln hier auf Englisch wiedergeben:

„Ground Rules in Montessori Education“

1.      Never touch the child unless invited by him (in some form or the other).

2.      Never speak ill of the child in his presence or absence.

3.      Concentrate on strengthening and helping the development of what is constructive in the child and leads to further independence.

4.      Be active in preparing the environment. Take meticulous and constant care of it. Help the child establish constructive relations with it. Do this by animating the environment with care, with restraint and silence, with mild words and loving presence.

5.      Be ever ready to answer the call of the child who stands in need of you, and always listen and respond to the child who appeals to you. Make your ready presence felt to the child who searches, and hide from the child who has found.

6.      Respect the child who makes a mistake and can then or later correct himself, but stop firmly and immediately any misuse of the environment and any action which endangers the child, his development or others’.


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